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Zeichnung des alten Bahnhofs in Olpe
 
 

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Der Förderverein Stadtverein lud seine Mitglieder zur Mitgliederversammlung 2014 ein, die am 29.04.2014 im Alten Lyzeum stattfand.

Aus dem Protokoll der Versammlung:

Die Vorsitzende, Frau Wilma Ohly, begrüßte die anwesenden Mitglieder (siehe Teilnehmerliste), besonders Herrn Bürgermeister Horst Müller sowie die Vertreter der Presse.

Sie erstattete sodann ihren Bericht über das abgelaufene Jahr.

Zunächst gedachte sie der verstorbenen Mitglieder, die sich aktiv am Geschehen des Fördervereins beteiligt hatten und dankte ihnen für ihre treue Mitarbeit.

Sie drückte ihre Enttäuschung darüber aus, dass das Museumsprojekt auch nach 12 Jahren einer Realisierung noch nicht wirklich näher gekommen ist. Maßgeblich hierfür war die zögerliche Einstellung des Stadtrates und die fehlende Unterstützung des Bürgermeisters. Wofür hauptsächlich finanzielle Gründe genannt wurden. Umso mehr begrüßte Frau Ohly die heutige Anwesenheit des Bürgermeisters, der seine Sicht der Museumsplanung vortragen wolle.

Die Museumsreise führte im Oktober nach Paderborn in das dortige Diözesan-Museum zur Ausstellung "Credo", die eindrucksvolle Ausstellungsstücke über die Verbreitung des Christentums in Europa vermittelte.

Zum 150-jährigen Jubiläum der Olper Franziskanerinnen beteiligte sich der Museumsverein an der hervorragenden Ausstellung im Alten Lyzeum über die Ordensgründerin Maria Theresia Bonzel und das Wirken ihrer Mitschwestern in aller Welt bis heute.

Besonders erfolgreich war die Herausgabe des Buches "Erinnerungen an die Franziskanerinnen von Olpe", dass der Museumsverein den Franziskanerinnen als Geschenk zum Jubiläum überreichte. Auf 365 Seiten enthält es Erinnerungen von Olper Mitbürgern an das alte Mutterhaus und Schilderungen von Schülerinnen aus der Zeit, die diese bei den Schwestern verbracht hatten. Darüber hinaus wurden zahlreiche, bisher unbekannte Fotos, vom alten Mutterhaus veröffentlicht. Wissenschaftliche Beiträge und eine umfängliche Bibliographie sind hinzugefügt. Das Buch wurde ein großer Erfolg; die Auflagenhöhe konnte die Nachfrage nicht decken.

Um das Alleinstellungsmerkmal "Biggesee" als Schwerpunkt des geplanten Museums inhaltlich anzureichern, führte der Museumsverein die Premiere des neuen Films des LWL "Die Menschen und der See" im Olper "Cineplex" auf. Aus dem Überschuss des Kartenverkaufs für die 4 Vorstellungen ergab sich ein Überschuss von EURO 1.500-, der der Max-von-der-Grün-Schule zur Verfügung gestellt wurde.

Im Oktober lud unser Verein die Damen und Herren Stadtverordneten und die Presse zur Besichtigung der Ausstellung "Störig" im einfallsreich restaurierten Bahnhof in Grevenbrück ein. Dieses neue Museum dort könnte ein Vorbild für Olpe sein.

Frau Ohly sowie Herr Dr. L. Ohm berichteten von einem Gespräch, das sie mit Herrn Bürgermeister Müller sowie Herrn Knebel über Museumsplanungen im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet am Banhof geführt hatten.

Der Kassenbericht wurde von dem 2. Vorsitzenden, Herr Dr. L. Ohm, in Vertretung des Kassenwartes Herrn W. Rücker verlesen.

Die Kassenführung wurde von den Kassenprüfern Meinolf Schneider und Walter Thöne durchgef¨hrt. Herr Thöne erstattete Bericht und stellte fest, dass die Kassenführung einwandfrei verlaufen sei.

Herr Paul Rötz beantragte daraufhin die Entlassung des Vorstandes. Die Entlastung wurde von den Mitgliedern einstimmig erteilt.

Der Bericht des Bürgermeisters ¨ber den Stand der Museumsplanung fand das besondere Interesse der Mitglieder. Der Bürgermeister stellte zunächst fest, dass noch keine konkrete Planung auf gesicherter Grundlage vorläge. Es best¨nde ein ganz enger Zusammenhang zwischen der Rathaus-Sanierung oder Rathaus-Neubau und einem Museum. Die Rathaus-Frage ist noch nicht entschieden. Zwar sei eine Sanierung um 2,0 bis 3,0 Mio. EURO billiger als ein Neubau, aber neuere Anforderungen an ein Rathaus - z.B Kommunikationsräme - seien nur mit einem Neubau machbar. Außerdem würde der "Riegel", bestehend aus Rathaus, Parkhaus und Realschule der heute die notleidende Oberstadt von dem neuen Gelände am Banhof trennt, bestehen bleiben und der Oberstadt schaden. Das spräche sehr massiv für einen Neubau im Interesse der Oberstadt! Bei einem Neubau des Rathauses könnte außerdem der alte Bahnhof, bei dem dem mindestens die Fassade erhalten bleiben sollte, als Entrée für ein neues Rathaus dienen. Diesen Vorschlag würde die Verwaltung bald dem Parlament vorlegen. Hier könnte gegebenenfalls auch Raum für ein Museum geschaffen werden. Angaben darüber, wie, in welcher Größe und genau wo bei diesem Konzept ein Museum untergebracht werden könnte, machte er nicht. Er äußerte sich auch nicht dazu, ob er bei einem solchen Neubau des Rathauses die Einrichtung eines Museums grundsätzlich unterstützen würde. Die Mitglieder nahmen die Gelegenheit, konkretere Angaben zu dem geplanten Museum in einem solchen Neubau zu erfragen, nicht wahr. Frau Ohly dankte dem Bürgermeister, der die Veranstaltung dann verließ.

Bahnhof ein Vorbild für die Kreisstadt

Ein klein wenig Museum

Exponate in der Olper Stadthalle

Seit zehn Jahren stellt der Förderverein Stadtmuseum Olpe in lockerer Folge in einer Vitrine in der Stadthalle Exponate aus dem reichen Fundus des Vereins aus. "Ein klein wenig Museum", nannte die Siegener Zeitung diese Aktion. Und sie hat recht. Seit dem Jahr 2000, als ein Ratsbeschluss die Eröffnung eines eigenen Museums für das Jubiläumsjahr 2011 festlegte, hält der Museumsverein durch die Präsentation kleiner Themen, die für die Bürger von Interesse sind, den Gedanken an eine größere Lösung lebendig. So gab es aus dem Fundus des Vereins z.B. eine Ausstellung über das Schützenwesen, über alte Schulbücher, über den Bergbau in der Rhonard, über den Bahnhof von Olpe, über die Strumpfstrickerei Brink, alles Themen, die mit der Stadtgeschichte von Olpe eng verbunden sind. Zur Zeit zeigen die drei Verbund-Vitrinen die Schutzheiligen von Olpe, den heiligen Martinus, der auch im Wappen der Stadt vertreten ist, die heilige Agatha und den heiligen Rochus.

Bei jedem Besuch in der Stadthalle stehen hier Passanten und interessieren sich für eines der so speziellen Olper Themen. Gerda Reuber, Gretel Kemper und Wilma Ohly vom Museumsvorstand richten die Vitrinen ein unter der Anleitung vom Fachmann Heinz Gummersbach.

Ziel „Museum“ weiter im Visier

Zeitungsbericht, Siegener Zeitung

Ein Flyer vom alten Bahnhof

Gerda Reuber stellte den in der Vorweihnachtszeit verteilten Flyer vor, der auf seiner Vorderseite mit Hilfe einer Zeichnung von Axel Stracke darstellte, wie das alte Gebäude in Zukunft aussehen könnte - wenn man nur wollte.

Auf der Rückseite des gleichen Flyers waren die Köpfe von vier sehr sympathischen Olper Bürgern jeden Alters zu sehen, die sich für ein Museum in Olpe aussprachen. Dieser Flyer, in der Vorweihnachtszeit an verschiedenen Orten verteilt, hat ein gutes Echo - und breite Zustimmung - gefunden.

Ein Spaziergang durch das Biggetal

Vortrag über das Biggetal

In der gut besuchten Mitgliederversammlung vom "Förderverein Stadtmuseum Olpe" im Ratssaal hielt Joachim Gandras einen interessanten Vortrag über das Biggetal, gesehen über viele Jahre.

Blick auf das Vorstaubecken

Schon seit frühester Jugend interessierte er sich für das Geschehen rund um den Talsperrenbau. Das brachte ihn dazu, alles zu lesen, was es dazu gab, und als ihm nun eine Photosammlung über dieses Jahrhundertbauwerk geschenkt wurde, war das Konzept für ein reich illustriertes Buch - und für einen interessanten Vortrag im "Förderverein Stadtmuseum Olpe" - fertig.

Blick auf die Wüste

Er nahm seine Zuhörer durch seine vielen Photos mit auf den Weg in das alte Tal. Immer wieder zeigte er den zahlreichen Mitgliedern (darunter auch einige Nichtmitglieder) hintereinander die gleichen Stellen im Tal. Erst den Urszustand mit den idyllischen Ecken und Wiesen, dann den Beginn der Bauarbeiten am Hauptdamm und den diversen Nebendämmen in den Seitentälern, die alle nach verschiedenen Methoden gebaut wurden, um die beste Konstruktion für solche Dämme herauszufinden. Dann kamen Photos, die den Verfall einiger Häuser zeigten, die ja nicht mehr repariert werden durften. Traurige Rührung kam auf, als das Dörfchen Kirchesohl, der Stadt Olpe am nächsten gelegen und deshalb allen gut vertraut, auf der großen Leinwand zu sehen war. Und immer wieder gab es Photos, vom gleichen Standort aufgenommen, die die Veränderung, Fortschritt genannt, der Landschaft und der Dörfer deutlich machten, bis alles endete in der Seen- und Wasserwelt von heute.

Museum für Olpe bleibt das Ziel

Die 700 Jahre alte Geschichte der Kreisstadt Olpe anschaulich in einem Museum lebendig zu erhalten, ist und bleibt das Ziel des „Fördervereins Stadtmuseum Olpe e.V.“. Deutlich wurde dies in der lebhaften Jahresversammlung am 28. März im Alten Lyzeum. Mit seinen 450 Mitgliedern zählt der Verein nach wie vor zu den großen der Stadt.

Herbert Kemper, Wilma Ohly und Gretel Kemper begrüßten bei der Mitgliederversammlung als Referentin die Kulturwissenschaftlerin Susanne Falk (2.v.l.) Foto: harpo, SauerlandKurier Herbert Kemper, Wilma Ohly und Gretel Kemper begrüßten bei der Mitgliederversammlung als Referentin die Kulturwissenschaftlerin Susanne Falk (2.v.l.)
Foto: harpo, SauerlandKurier

Die Vorsitzende Wilma Ohly berichtete von den Aktivitäten des vergangenen Jubiläumsjahres der Stadt und verwies auf das große Interesse von Jung und Alt an der eigenen Geschichte. Dies in einem attraktiven Stadtmuseum dauerhaft zu beleben, bleibt die Herausforderung. Daher wünscht der Verein, ein Museum in die Neuplanung des Bahnhofsgeländes einzubeziehen.

Der Förderverein hatte sich bereits in der Vergangenheit für den Erhalt des Bahnhofsgebäudes eingesetzt. Inzwischen ist erfreulicherweise zugesichert, dass das historische Gebäude im Besitz der Stadt bleibt. Dort kann in bescheidenen Anfängen auch ein Museum eingerichtet werden. Von Rat und Verwaltung wird erwartet, dass als Voraussetzung „ein Kulturhaus“ in den Bebauungsplan Finkenhagen/Bahnhof eingeplant wird. Die traditionsreiche Geschichte der Stadt Olpe hat es verdient, dort sichtbar gemacht zu werden.

Zum Jubiläum der Kreisstadt 0lpe 2011 konnte der „Förderverein Stadtmuseum Olpe e.V.“ dem Bürgermeister einen kostbaren Baustein für das Museum übergeben: „Das Narrenschiff“. „Johann Bergmann von Olpe“ hatte es vor etwa 500 Jahren herausgegeben. Allen seinen Ausgaben hatte er den Namen seiner Geburtsstadt hinzugefügt und damit Olpe bekannt gemacht. Das bedeutende Werk wurde der erste Bestseller in der Geschichte des Buchdrucks und fand in ganz Europa Verbreitung. Das Olper Exemplar wurde zu 12.450 Euro ersteigert, wofür der Verein zu einer Spendenaktion aufrief. 147 Spenden zwischen 5,- und 500,- Euro gingen für den Kauf ein, worin Beträge enthalten sind, die Herbert Kemper sich statt persönlicher Geschenke zu seinem 80. Geburtstag erbeten hatte – ein Ausdruck echten Bürgersinns!

In einer modernen Vitrine mit Video- und Audiostation ist das Buch nun im Foyer des Rathauses medienfreundlich präsentiert. Johannes Ohm und Gretel Kemper hatten ausgewählte Fotos bereits in der Mitgliederversammlung vorgestellt. Die Homepage des Museumsvereins gibt unter www.museum-olpe weitere Auskünfte.

Anschließend hielt die Museumsbeauftragte für den Kreis Olpe, Susanne Falk, einen interessanten Vortrag über „Aufbau von Museen – Beispiele aus dem Kreis Olpe“. Die engagierte Kulturwissenschaftlerin konnte auf 19 öffentlich zugängliche Ausstellungsgebäude, 6 Privatsammlungen und das wirkungsvolle pädagogische Begleitprogramm im Kreis verweisen. Einziger weißer Fleck in der Museumslandschaft ist ausgerechnet die Kreisstadt. Der Museumsförderverein kämpft jedoch weiter dafür, dass Bürger und Touristen langfristig auch in Olpe ein Museum vorfinden. Mit Geduld und Weitblick wird es gelingen.

Das Narrenschiff kehrt heim

Eine wichtige Entscheidung traf der Vorstand in seiner Sitzung vom 6. September 2011. Es ergab sich die Gelegenheit „Das Narrenschiff“ von Sebastian Brant zu erwerben. Herausgegeben wurde es 1494 von dem Olper Bürger Johann Bergmann. Das Buch mit kostbaren Holzschnitten u. a. von Albrecht Dürer war der erste Bestseller seit Erfindung des Buchdrucks und wurde europaweit bekannt. In allen Exemplaren wurde der Name Olpe zusammen mit dem des Herausgebers erwähnt.

Narrenschiff

Der Vorstand beschloss, dieses wertvolle Buch, das Prof. Wilhelmi aus Heidelberg günstig ersteigert hatte, zum Preis von 12.500 Euro zu erwerben und der Stadt als Geschenk zum 700-jährigen Jubiläum zu überreichen. Die Mitglieder des Fördervereins, die Olper Bürger und alle, die sich mit der Stadt verbunden fühlen, wurden zu einer Spendenaktion aufgerufen. Besonders unterstützten die heimischen Zeitungen dieses Anliegen, und die Vitrinen im Stadthallenfoyer werden auch zu diesem Thema bestückt. Wir  hoffen auf ein gutes Ergebnis, damit „Das Narrenschiff“ nach mehr als 500 Jahren seines Erscheinens in der Heimat seines Verlegers gezeigt werden kann.

Wir danken all diesen Spendern (Spenderliste, PDF, 58 kB)

Johann Bergmann von Olpe und das „Narrenschiff“

Zu Fastnacht 1494 erschien in Basel im Verlag von Johann Bergmann von Olpe das Hauptwerk des Juristen, Politikers und Poeten Sebastian Brant, das „Narren Schyff“.
Dem Verleger des Werkes, dem Geistlichen, Gelehrten und Mäzen Johann Bergmann von Olpe, der seit den 1470er Jahren bis zu seinem Tode um 1531 in Basel lebte und hier wohl über 40 zum Teil kunstvolle Bücher drucken ließ, hat die Stadt Olpe 1998 auf ihrem Geschichtsbrunnen ein ehrendes Porträt gewidmet.

Johann Bergmann führte den Namen seiner Heimatstadt in seinem eigenen Namen. Auf der letzten Seite der deutschen Ausgabe des „Narrenschiffs“ ist die Büchermarke des „Jo(hann) B(ergmann) von Olpe“ abgebildet, ein redendes „Wappen“ mit einer Lilie auf einem Sechsberg und der Jahreszahl 1494. Bergmanns Devise lautete: „Nüt on ursach“ (in der lateinischen Ausgabe von 1497 „Nihil sine causa“) - „Nichts (geschieht) ohne Grund“.          

 

Das „Narrenschiff“ war der erste „Bestseller“ seit Erfindung des Buchdrucks um die Mitte des 15. Jahrhunderts und der größte Erfolg in der deutschen Literatur bis zu Goethes „Werther“ 1774. Kein anderes literarisches Werk erlebte damals eine ähnlich weite Verbreitung, kein anderes übte einen so nachhaltigen Einfluss auf Literatur und Kunst aus. Das Werk ist eine Moralsatire, die den Menschen - wie in einem Spiegel - ihr Denken und Handeln vor Augen hält und sie in ihrem Tun als „Narren“ entlarvt:            

Brant lässt in seinem ‚Narren Schyff’ 112 verschiedene Narren auftreten: Gestalten aller Art, die sich mit ihrem Verhalten nicht nur lächerlich machen, sondern auch gegen Gottes Ordnung und Gebote verstoßen. Selbstverständlich kommen die sieben Hauptsünden vor: Hoffart, Neid, Zorn, Trägheit, Habsucht, Unkeuschheit und Maßlosigkeit, dann erscheinen aber auch Quacksalberei, Schwatzhaftigkeit, Streit- und Prozesssucht, Modenarrheiten, Aberglauben, Pfründenjägerei, Geldheirat und manch anderes Laster. Alle damals erdenklichen Narreteien werden aufs Korn genommen, kein Stand, keine Bevölkerungsgruppe bleibt verschont. ...

Eine völlig neue Erfindung war das ‚Narren Schyff’ indessen nicht. Sowohl die Gestalt des Narren als auch das Schiffsmotiv waren durchaus schon vorher bekannt: in Volksbräuchen, in der Literatur und in der Kunst. Der Narr war nicht nur der für Belustigung sorgende Komiker, nicht nur der Fasnachtsnarr, sondern auch der von der Weisheit abgekommene, in Gottesferne agierende Mensch. Mit seiner Moralsatire wollte Brant die Menschen belehren, zur Vernunft bringen, zur Weisheit und Gottseligkeit zurückführen.           

Der unerhörte Erfolg des Buches gründete in dem offenbar viele spätmittelalterliche Menschen ansprechenden Inhalt, in der recht volkstümlichen Sprache, die auch für ein weniger gelehrtes Publikum verständlich war, und auch in der künstlerischen Ausgestaltung. Der junge Albrecht Dürer hatte im Auftrag Bergmanns und Brants die Holzschnitte angefertigt. Nach Dürers Weggang ... stellten drei andere Künstler die noch fehlenden Illustrationen her. ...“ (Prof. Dr. Thomas Wilhelmi, Basel/Heidelberg)         

1497 ließ Brants Schüler Jokob Lochner eine lateinische Übersetzung des „Narrenschiffs“, die „Stultifera navis“, bei Bergmann von Olpe erscheinen, die zur Verbreitung des Werkes in ganz Europa beitrug. Als im Frühjahr 2011 eine Originalausgabe der zweiten lateinischen Übersetzung vom 1. August 1497 – heute ebenfalls selten – in einer Auktion angeboten wurde, entschloss sich der „Förderverein Stadtmuseum Olpe“, diese mit Unterstützung der Olper Bürgerschaft zu erwerben und der Heimatstadt von „Johann Bergmann von Olpe“ zum Stadtjubiläum zu überreichen.

Bericht über das "Narrenschiff" zum herunterladen (PDF-Datei, 199 kB)

In Kürze wird im Rathaus Olpe "Das Narrenschiff" ausgestellt. In einer interaktiven Vitrine können Sie einen Blick in das wertvolle Buch werfen. Für alle Neugierigen haben wir an dieser Stelle eine Vorschau, die Sie hier herunterlagen können.

 

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